01.09.2015

Projektabschluss

Nach dem Projektabschluss Mitte 2015  kann das Obere Maintal viele neuen Lebensräume für etliche bedrohte Tier und Pflanzenarten aufweisen.

Besucher und Naturliebhaber können sich selbst ein Bild von den neu hinzugewonnenen Natur- und Kulturlandschaftselementen machen, z.B.. auf den Beobachtungstürmen oder auf den Naturerlebniswegen bei Baunach oder Michelau.

Auf die Flyer zu den Themenwegen wird hingewiesen.

29.09.2014

Altwasser, Flachwasserzonen und Feuchtmulden

Auch im Jahr 2014 ging es zwischen Bamberg und Lichtenfels weiter mit Biotopgestaltungsmaßnahmen im Rahmen des LIFE-Natur Projekts Oberes Maintal.

Landkreis Lichtenfels

Im Landkreis Lichtenfels sind mit der Fertigstellung der Maßnahmen in Hochstadt und in Trieb alle Baumaßnahme zur Herstellung von Flachwasserzonen, wechselfeuchten Mulden und Altwässer abgeschlossen.

In Theisau wurden im Jahr 2013 zwei Altwässer hergestellt und drei wechselfeuchte Mulden geschaffen. Letztere haben selbst im trockenen Frühjahr und Frühsommer das Wasser gehalten, bzw. waren grundfeucht.

Zustand 2013                                                  Zustand 2014

Insgesamt wurden für die Herstellung der Biotopstrukturen über 10.000 cbm Boden bewegt. Der Oberboden wurde auf die Hochflächen gefahren, der Unterboden wurde zur Herstellung von Flachwasserzonen in einem Baggerseee in Strössendorf verwendet, zur Herstellung einer Altwasserstruktur.

Viele der älteren Baggerseen haben sehr steile Ufer. Erst ein sanfter Übergang
zwischen der Uferlinie und dem tiefen Wasser macht es möglich, dass sich
Pflanzen ansiedeln können und einen „grünen Gürtel“ am Seerand bilden.
In der Flachwasserzone an diesem Uferabschnitt findet man einige Arten dieser
sogenannten Röhrichtzone wieder.

Durch die langanhaltende Trockenheit im Frühjahr 2014 konnten zwischen der Bahnlinie Lichtenfels-Kulmbach und dem Main bei Hochstadt drei flache Altwässer hergestellt werden. Die Mulden waren in der Bauphase weitestgehend trocken. Nach den Regenfällen im August und September sind die Mulden mit Wasser gefüllt. Durch die schwierige Zufahrtmöglichkeit wurde das Material vor Ort auf einem vorhandenen Hügel eingebaut.

Im Frühsommer wurde mit dem Bodenaushub für das neue Klinikum in Lichtenfels begonnen. In Abstimmung mit dem Landkreis Lichtenfels und den planenden Architekten wurden die Erdmassen als Flachwasserzone in einem Baggersee in Hochstadt und in Trieb eingebaut. Das Material erwies sich als so standfest, dass damit eine Baustraße durch eine Wiesenmulde zum Baggersee gebaut werden konnte. Über diese Baustraße wurde der gesamte Baustellenverkehr mit teilweise bis zu 11 Lastzügen pro Stunde abgewickelt, dabei wurde auf der Wiesenfläche für den Begegnungsverkehr drei Ausweichstellen und zwei Abkippstellen eingerichtet, damit der Baustellenverkehr des Klinikums reibungslos fließen konnte. Zu Spitzenzeiten wurde bis 2.500 cbm täglich angeliefert und als Flachwasserzone verbaut. Nach Rückbau der Baustraße konnte keinerlei Bodenverdichtung festgestellt werden, so dass die Fläche eingesät wieder als Grünland genutzt werden kann.

Auch in Trieb konnte das Erdmaterial des Klinikums direkt von den Lastzügen in den Baggersee abgekippt und als Damm eingebaut werden, was für alle Beteiligten (Unternehmer und Bauleitung Klinikum und LIFE-Natur Projekts Oberes Maintal) einen zügigen Baustellenablauf sicherte. Insgesamt wurden in Hochstadt rund 10.000 cbm Bodenmaterial als Flachwasserzone eingebaut und in Trieb etwa 16.000 cbm. Dank enger Abstimmung und kooperativen Zusammenarbeit zwischen Kiesunternehmer, Transportunternehmen und ausführender Firma am Klinikum blieben Schäden aus. Während die Flachwasserzonen in Hochstadt mit den Erdmassen des Klinikums vollständig bewerkstelligt werden konnte, werden in Trieb durch das ansässige Kieswerk in den nächsten Jahren Flachwasserbereiche durch Einschlämmen geschaffen. Durch die eingebauten Dämme wird verhindert, dass feines Schwemmmaterial in den Main gelangt.

Weiterhin wurden im Landkreis Lichtenfels im letzten Jahr noch Feuchtmulden geschaffen, auf Flächen die zuvor erworben werden konnten. Insgesamt stehen hier zukünftig rund 5 ha extensiv genutztes Feuchtgrünland zur Verfügung.

 

Landkreis Bamberg

Im Landkreis Bamberg wurden - neben den Altwasserstrukturen in Dörfleins - drei weitere Altwässer bei Rattelsdorf und Zapfendorf sowie zwei Wiesenmulden bei Unterleiterbach und weitere Flachwasserzonen geschaffen. Trotz schwieriger Bedingungen für den Erdmassentransport (Zufahrten, Straßenbeläge etc.) konnten die Maßnahmen ohne größere Schäden abgewickelt werden.

Mit dem Abschluss der Arbeiten für weitere Flachwasserzonen bei Baunach und Ochsenanger (die Anfang Oktober beginnen, auf den Flächen mussten Vogelbrutzeiten berücksichtigt werden) sowie Altwasserstrukturen bei Baunach und Hallstadt biegt das LIFE-Natur Projekt in die Zielgerade ein. Sofern die Witterung in den nächsten 4 Wochen hält, können die angestrebten Arbeiten zum Abschluss gebracht werden.

21.04.2014

Beweidung von Wildnisgebieten

Im Projektgebiet bestehen Überlegungen, größere Auenbereiche zu beweiden, u.a. die durch die Flußverlängerung geschaffene Fläche bei Unterbrunn. Hierzu wollen wir im Rahmen des Workshops am Mittwoch, 14. Mai 2014 fachliche und praktische Erfahrungen sammeln und austauschen. Der Workshop richtet sich an Landwirte, Vertreter der Fachbehörden und Vertreter der Umwelt- und Landwirtschaftsverbände.

Dokumentation Workshop

Vorträge Workshop

•   Vortrag: Beweidung in Auen. Ausgangssituation im Oberen Maintal.
(Dr. Herbert Rebhan, Regierung von Oberfranken)

•   Vortrag: Beweidung von Auen. AuenImpuls zum Workshop. (Dr. Bettina Burkart-Aicher, Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege)

•   Vortrag: Wasserbüffel im Hafenlohrtal. Ein Erfahrungsbericht nach 5 Beweidungsjahren. (Christian Salomon, Regierung von Unterfranken)

•   Vortrag: Extensive Beweidung in der Aue. Erfahrungen aus dem Aurachtal. (Klaus Weber, Landschaftspflegeverband Landkreis Bamberg e.V.)

•   Vortrag:  Veterinärrechtliche Anforderungen an die Haltung (und Vermarktung) von Weiderindern. (Dr. Iris Fuchs, Regierung von Oberfranken)

14.10.2013

Eröffnung Naturerlebnisweg Südsee

Am 15.10.2013 wurde unter Beisein von Landrat Dr. Günther Denzler sowie Bürgermeister Ekkehard Hojer und Zweiter Bürgermeisterin Gudrun Stößel der Naturerlebnisweg Südsee bei Baunach eröffnet. Zusammen mit vielen Interessenten wurde der Rundweg um den See begangen. Höhepunkt war die Pflanzung einer Schwarzpappel am Wegesrand.

Auf rund zweieinhalb Kilometern Länge (ca. 1,5 Stunden) erfahren Wanderer, Spaziergänger und Schulklassen an 16 Info-Stationen Interessantes rund um die Tier- und Pflanzenwelt im Maintal. "Kiesabbau und Aue", so der Schwerpunkt des Rundweges, zeigt historische und aktuelle Nutzungsformen sowie die Lebensweise von Fischen und Muscheln im Baggersee. Der Naturerlebnisweg liegt am östlichen Ortsrand von Baunach. Ausgangspunkt ist der Altstadtparkplatz nahe des Bahnhofes der Stadt Baunach.